LÖSCHANGRIFF
Miltern siegt beim Feuerwehrtag in Klietz

Die Wehr Miltern erlief beim Kreisfeuerwehrtag in Klietz trotz widriger Witterungsbedingungen beim Löschangriff wieder eine tolle Zeit.

Von Ingo Freihorst | 08.09.2016

Sowohl die Männer als auch die Frauen aus Hohengöhren erkämpften sich 3. Plätze beim Kreisausscheid in Klietz – sie hatten also allen Grund zum Jubeln. Und konnten so gleich die vom Havelberger Unternehmer Carsten Wolf gestifteten Jacken vorzeigen. Foto: Ingo Freihorst

 

Klietz l 19,57 Sekunden – diese Vorgabe der Milterner gleich im ersten Durchgang war von den anderen 19 Männermannschaften des Landkreises am Sonnabend nicht mehr zu toppen. Damit erkämpfte sich Miltern das zweite Mal in Folge den Kreispokal.

Allerdings wirbelte das Team aus Kehnert im letzten Lauf des Wettbewerbes, der auf dem alten Klietzer Armeesportplatz ausgetragen wurde, noch einmal alle Tabellenränge durcheinander: Mit 19,98 Sekunden blieben sie knapp unter der magischen Grenze von 20 Sekunden und sicherten sich damit noch den Vizekreismeister-Titel.

Hohengöhren auf Platz 3

Nur knapp über 20 Sekunden brauchte ein Team aus dem Elbe-Havel-Land, um die beiden Kanister von den Podesten herabzuspritzen: Hohengöhren. Mit 20,80 Sekunden sicherten sich die von Hannes Gehrke trainierten Männer den Bronzeplatz im Landkreis. Und knüpften damit erneut an alte Hohengöhrener Feuerwehrsport-Traditionen an. Denn seit 1976 war der Wettkampfsport hier unter Wehrleiter Klaus Pumptow emsig betrieben worden, bis kurz nach der Jahrtausendwende wurden oftmals vordere Plätze belegt.

 

Die Frauen der Feuerwehr Lüderitz erkämpften beim Löschangriff 26,28 Sekunden, das langte für den Kreismeistertitel . Foto: Ingo Freihorst

 

Mit ihren 22,34 Sekunden beim zweiten Lauf erliefen sich die Gastgeber aus Klietz auf dem alten Armeesportplatz einen guten 7. Platz. Foto: Ingo Freihorst

 

Das Löschangriff-Team aus Miltern erkämpfte das zweite Jahr in Folge den Kreismeistertitel. Foto: Ingo Freihorst

 

Die Hohengöhrener hatten an dem Tag aber noch einen weiteren Grund zum Jubeln, denn auch die von Enrico Müller trainierten Frauen erkämpften mit 28,26 Sekunden einen hervorragenden 3. Platz.

Landrat Carsten Wulfänger hatte den Ausscheid eröffnet. Man sei immer wieder gern in Klietz zu Gast, denn die Wehr der Seegemeinde sei ein zuverlässiger Organisator und hier klappe immer alles, lobte er. In Klietz gingen die besten Teams von insgesamt 200 Feuerwehren des Landkreises an den Start, informierte er.

Hauptkampfrichter war Ricardo Schwerin

Insgesamt 21 Kampfrichter wachten über die Einhaltung des Reglements oder nahmen die Zeiten. Auf jeder der beiden Bahnen waren drei Zeitnehmer eingesetzt, die mittlere der gestoppten Zeiten wurde gewertet. Hauptkampfrichter war Ricardo Schwerin, die Leitung des Wettkampfes oblag Gerhard Krollmann, dem stellvertretenden Kreisbrandmeister.

Zuerst gingen die sechs Frauenmannschaften an den Start, Titelverteidiger Drüsedau musste am Ende Lüderitz den Vortritt lassen. Die Kreissieger können sich übrigens erst kommendes Jahr für den Landesausscheid qualifizieren, denn dieser findet nur alle zwei Jahre statt. Das größte Ereignis ist übrigens die Feuerwehr-Olympiade, welche im Vorjahr in Österreich stattgefunden hatte.

21 Kampfrichter achteten auf die Regeln

Gleich beim ersten Lauf der Klietzer Gastgeber mussten die Kampfrichter einschreiten: Auf dem Podest war ein Saugschlauch noch vor dem Start herabgerutscht – damit war der Lauf ungültig. Auch Fischbecks erster Lauf wurde anulliert, denn einer von drei B-Schläuchen war im Eifer des Gefechts vergessen worden.

Das solch Wettkampf nicht ganz ungefährlich ist, musste ein Stegelitzer am Strahlrohr erfahren: Weil wahrscheinlich am Verteiler zu rasch Wasser gegeben wurde, wirbelte das Strahlrohr mit dem Mann herum – was wertvolle Sekunden kostete. Pech hatte in einem Lauf auch Drüsedau/Losse, ein Schlauch hatte sich beim Ziehen so verdreht, dass kein Wasser hindurchkam.

Weil alles wie am Schnürchen lief, konnten bereits gegen 11.30 Uhr die Wettbewerbe im Löschangriff beendet werden, es folgte die Stafette. Hier beteiligten sich Frauenteams aus Losenrade und Lüderitz, Knoten waren dabei zu knüpfen und ein Ziel musste mit der Kübelspritze bekämpft werden. Hier war Losenrade schneller.

Bei der Siegerehrung gab es auch vom Landrat gestiftete große Pokale für jene Teams, welche in beiden Läufen die beständigsten Zeiten geschafft hatten – das waren jeweils die Zweitplatzierten. Einen besonderen Applaus bekam das Schiedsrichter-Team, „um das uns andere Kreise beneiden“, wie der Landrat informierte.

Die Versorgung der Teilnehmer hatte wieder der Förderverein der Wehr übernommen, Erbsensuppe wurde in zwei Feldküchen gekocht – sie war am Ende fast alle.

Der Ausscheid im kommenden Jahr wird in Lichterfelde stattfinden.