JahrEintrag in der Chronik KLietz
2016Im Juni verabschiedete sich die Leiterin der Grundschule "Am Wäldchen" Christine Kapl, nach 25 Jahren als Schulleiterin in den Ruhestand. Schüler pflanzten für sie auf dem Schulhof die "Frau-Kapl-Linde" Nachfolger wurde Gunnar Berg
2015Am 19.09.2015 zogen in Teile der Bundeswehrkaserne bis zu 750 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebieten Syrien und Afghanistan ein. Das Camp diente als Aufnahmestation und sollte bis April 2017 genutzt werden. Die Flüchtlingszahlen gingen zurück aber das Camp wurde auf unbestimmte Zeit verlängert.
2013Elbehochwasser. Im Juni bricht der Deich bei Fischbeck, was zur Überflutung von Fischbeck, Schönhausen, angrenzenden Dörfern und Teilen von Klietz und Scharlibbe führt.
2005Das Schullandheim wird aufgestockt und auf 50 Betten erweitert.
2004Nach mehrjähriger Sanierung wird die alte Klietzer Bockwindmühle fertig gestellt.
2004Der traditionelle Klietzer Festplatz wird neu gestaltet
2003Der Landgasthof „Zum Seeblick“ wird eröffnet.
2001Eröffnung "Elke's Schlemmer-Eck" (jetzt "Zur Alten Tanke") an der geschlossenen Tankstelle
1999 - 2003Rathaussanierung
1998Neubau eines Feuerwehrgerätehauses
1996Umbau des ehemaligen KfL-Verwaltungsgebäudes zum Schullandheim.
1993Einweihung eines neuen Sozialtraktes für Fußballer am Sportplatz.
1993Neuschaffung und Sanierung von Wohnungen in der Ringstraße.
1992Abriss der inzwischen baufälligen Gaststätte „Zur Post“ („Gitti Bar“)
1992Bau des Abwassersystems im alten Dorf.
1991Schmiede Pfundt feiert 220jähriges Jubiläum
1990Das Landambulatorium wird in ein Ärztehaus umgewandelt, es erfolgten Erweiterungen und Neugründungen von Unternehmen in Handwerk, Gewerbe und im Dienstleistungssektor. Die meisten Straßen werden saniert.
1990Beendigung der ständigen Stationierung von festen Truppen in Klietz, bis auf die Stammbesatzung des Truppenübungsplatzkommandantur. Die Kaserne wird wechselweise durch Truppen der Bundeswehr, die zum Üben nach Klietz kommen, genutzt.
1989Im November gründet sich eine Bürgerinitiative.
1988Drei Wohnblöcke mit 110 Wohnungen in der Ringstrasse werden gebaut.
1983Belegung der Kasernenanlage durch die Artillerieeinheiten des Ausbildungszentrums 19. Aus Burg.
1979Einweihung der neu errichteten Turnhalle.
1979Aufbau eines Sägewerkes und einer Tischlerei im MFB (24 Beschäftigte)
1976Die Umgehungsstraße (heutig B 107) wird am 16. September  übergeben.
1974Rückverlegung der Abteilungen des Artillerieregimentes nach Potsdam und zeitnahe Übernahme des Militärgeländes durch die Panzerjägerabteilung 1.
1973Aufbau einer Hühner-Intensivhaltung im Militärforstwirtschaftsbetrieb (MFB) 44 Personen, Jahreseierproduktion 8.527.000 Stück
1972Ein Orkan zog im November über Klietz und verwüstete große Teile des Waldbestandes
1972Der Neubau der noch heute existierenden Schule wird fertig gestellt.
1970Der Wohnungsbau in der Forststraße beginnt.
1969Einrichtung der Waldschänke auf dem Festplatz.
1969Aufbau einer Kooperationsproduktion (36 Personen) für die Herstellung Induktiver Bauteile für das Fernsehgerätewerk Staßfurt und Tonfunk Ermsleben.
1963Verlegung des NVA-Pionierregimentes nach Dessau. Zeitgleiche Verlegung von 2 Abteilungen eines Potsdamer Artillerieregimentes nach Klietz.
1960Umsetzung einer Baracke aus der Friedenssiedlung auf den Schulhof der Schule „Seeblick“, wegen Raumknappheit.
1960Unter Leitung von Lehrer Heinz Schirmer wird das Klietzer Pionierblasorchester aufgebaut.
1959Ausbau einer Scheune neben der Gaststätte „Haus am Eck“ zu einer Turnhalle.
1957Eine Lehreinrichtung (Waldschule, Klietz II, Militärwissenschaftliches Institut) wird in der ehemaligen Lungenheilstätte errichtet. Ausbildung von Offizieren für die militärische Aufklärung und den militärdiplomatischen Dienst.
1957Einrichtung des Militärwissenschaftlichen Institutes (MWI) – Außenstelle der Hauptverwaltung militärische Aufklärung Berlin – in den ehemaligen Räumlichkeiten des Direktoriumsgebäudes der WASAG, außerhalb von Klietz am See.
1956Die Kaserne wird von mehreren Truppenteilen der Nationalen Volksarmee (NVA) genutzt. Ein großer Truppenübungsplatz mit zwei Wasserübersetzstellen (Havel und Elbe) entsteht. Aus einer Oberförsterei entsteht der Militärforstbetrieb der NVA Klietz.
1956Eröffnung einer Kinderkrippe.
1956Mit Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) wurde entschieden, in Klietz dauerhaft militärischer Einheiten zu stationieren. Eingliederung der bisherigen Pioniertruppen der KVP in die NVA.
1955Das neu erbaute Landambulatorium wird übergeben.
1954Elbehochwasser
1953Auch in Klietz fanden am 18. Juni Demonstrationen gegen die Politik der DDR-Regierung statt.
1953Gründung der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) „Neuer Weg“ – später „Elbeland“.
1951 - 1953wird im Kasernenbereich eine Offiziersschule der Pioniertruppen unterhalten. Der Erprobungs- und Schießplatz des einstigen Sprengstoffwerkes wird erweitert und ausgebaut. Eine Kommandantur wird eingerichtet.
1959 - 1956Polizeieinheiten und die Kasernierte Volkspolizei der DDR (KVP) sind Nutzer der Kaserne nach dem Abzug der Sowjetarmee.
1952Ab Juli 1952 zogen Einheiten der Kasernierten Volkspolizei in das Objekt der Offiziersschule ein. Die Offiziersschule zog nach Weißenfels.
1950In Klietz wird ein Kindergarten eröffnet.
1950Wiedereröffnung der 1945 zerstörten evangelischen Kirche, die mit großem persönlichen Engagement der Kirchengemeindemitglieder und teilweise aus Material des zerstörten Sprengstoffwerkes wieder instand gesetzt wurde.
1949Als Vorläufer der späteren Maschinen- und Traktorenstation (MTS) und des bis 1990 existierenden Kreisbetriebes für Landtechnik (KfL) wird die Maschinenausleihstation (MAS) errichtet.
1948Einrichtung einer Kaserne der Polizeibereitschaften der Hauptverwaltung Ausbildung (HAV) – Offiziersschule des MdI.
1948Das ehemalige Verwaltungsgebäude im Walde wird von der Sozialversicherung genutzt und ist bis 1956 Lungenheilstätte.
1945 - 1952Demontage des Sprengstoffwerkes.
1945Einnahme von Klietz durch polnische Truppen. Einen Tag später zogen die Truppen ab und Klietz wurde durch sowjetische Truppen kontrolliert. Ein Teil der Wohnsiedlung und die Verwaltungsgebäude werden Kaserne für Einheiten der Sowjetarmee.
1945Durch NS-Kreisleitung angeordnete Flaggenhissung im Ort kam es in der Folge zum Beschuss und der Bombadierung durch 17 amerikanische Flugzeuge.
1945Im April/Mai waren im Raum Klietz letzte Kämpfe des 2. Weltkrieges. Am 20. April fand ein Bombenangriff auf Klietz statt, es gab starken Artilleriebeschuss. Nach Kriegsende erfolgte allgemein der Wiederaufbau. Ende der Pulverproduktion. Ein Teil der Wohnsiedlung und die Verwaltungsgebäude werden Kaserne für Einheiten der Sowjetarmee.
1944Absturz eines deutschen Kampfflugzeuges. Die Leiche des Piloten wurde im Trüben gefunden.
1943Absturz eines deutschen Kampfflugzeuges über dem Sprengstoffwerk.
1940 - 1943Bau der Mahlitzer Siedlung (heute Friedenssiedlung). Neben Wohnhäusern entstanden eine Wäscherei und eine Konsumverkaufsstelle. Ein Kulturhaus für 800 Personen wurde im Rohbau fertig.
1939/1940Eisgang auf der Elbe bedroht bei extremem Hochwasser die Deiche.
1939Einwohnerzahl in Klietz: 1669
1938Einwohnerzahl in Klietz: 1200 – Zuwachs durch das expandierende Sprengstoffwerk
1936Beginn der Pulverproduktion (Kapazität 1900 t/Monat; 1944 24000 t/Jahr)
1936 - 1939Bau der Seesiedlung als Wohnraum für das Stammpersonal des Sprengstoffwerkes.
1934/1935Ab 1934/35 erfolgte der Bau der Seesiedlung und des Frauenlagers. 1936 wurde der l. Bauabschnitt eingeweiht. 1937 hatte das Werk 2.000 Beschäftigte.
1934Baubeginn für das Sprengstoffwerk. Man pflasterte die Straßen zum Tor l (heute Seestraße und Trübenweg) und zum Tor 2 (heute Forst- und Rathenower Straße) sowie den Kirchplatz. Es entstanden ein Verschiebebahnhof mit 5 Gleisen und eine in das Werk führende Bahn.
1932Ein neues Schulhaus wird gebaut (Heute: Forststraße 1)
1930Einwohnerzahl in Klietz: 650
1926Elbehochwasser lässt Pegel des Sees so ansteigen, dass Teile des Ortes überschwemmt werden.
1925Großbrand vernichtet im Juli ca. 25.000 Morgen (ca. 6250 Hektar) Waldbestände zwischen Rathenow und Klietz. Das Feuer konnte kurz vor der Ortschaft gestoppt werden.
1925Weihe der neuen Kirchenglocke am 23. Juli.
1923Klietz wird an das  Elektrizitätsnetz angeschlossen. Im gleichen Jahr erfolgt die Gründung der Land- und Weidengrabengenossenschaft. Der Weidengraben von Schönhausen zum Scharlibber See und der Landgraben wurden ausgebaut.
1920Errichtung eines Gedenksteins für die Opfer des l. Weltkrieges unter den Friedenseichen.
1917Am 30. Mai ereignet sich erneut ein großer Dorfbrand. In 4 Stunden fallen 43 Gebäude den Flammen zum Opfer. 3 Menschen fanden den Tod.
1914 - 191821 Männer aus Klietz fallen im Ersten Weltkrieg.
1909erhält Klietz einen Bahnanschluss
1901Die Gemeinde Klietz baut eine Ausladestelle an der Arneburger Fährstelle. Ein Jahr später wird in Klietz die Ländliche Spar- und Darlehnskasse e.G.m.b.H. gegründet. 
1870 - 1871Im Krieg fielen drei Bürger des Ortes
1896Kirche wird renoviert und der Kirchturm erhält einen massiven Aufbau.
1853Die Postexpedition wird von Scharlibbe nach Klietz verlegt.
1842Die Genthin-Hamburger Kunststraße bis Klietz wird fertig gestellt. Das ehemalige Pflaster der Sandauer Straße stammte noch aus dieser Zeit.
1813Das Lützowsche Freikorps zieht durch Klietz, im gleichen Jahr kamen auch Kosaken­verbände.
1806Der französische Marschall Soult kommt mit seinen Truppen durch Klietz und verlangt Kontribution.
1782Klietz wird ein zum Amt Sandau gehöriges Dorf, mit einem Amtswart und Feldhüter Kamp. Es besaß damals 2 Grützmühlen, 2 Rossölmühlen, 1 Windmühle und 105 Feuerstellen.
1777 - 1780Urbarmachung des Trübenbruchs, Ansiedlung von 7 Soldatenfamilien.
1626Der Ort wird durch die kaiserlichen Truppen unter Tilly in Brand gesteckt.
1540Die Reformation hielt auch in Klietz Einzug.
1475Neue Plünderung und Brandschatzung durch die Quitzows. Es brannten 1 1/2 Schock Wohnhäuser mit 200 Bienenstöcken ab. Gestohlen wurden 7 Schock Kühe, 6 Schock Schweine, 90 Pferde und 26 Schock Schafe.
1420Hans von Puttlitz plündert das Dorf Klietz, nachdem er zuvor Sandau erobert hatte. Der Ort musste sich mit 12 Tonnen Bier = 1.374 Liter und einem Schock Groschen loskaufen.
1377Schwere Brandschatzungen durch die Puttlitz’ und Quitzows.
1354Das Ländchen Klietz kommt nach heftigen Auseinandersetzungen zwischen dem Bischof von Havelberg und dem Magdeburger Erzbischof zum Erzbistum Magdeburg.
um 1200Bau der Klietzer Kirche und der Bau des Elbdeiches durch flämische Siedler. Der Name Klietz ist slawischen Ursprungs und von dem polawischen Wort Klese abgeleitet. Andere Schreibweisen lauten: Clitze, Clytze, Klietzze und Klytzezin.
Geschichtlicher Zeuge dieser Zeit ist außerdem der Burgwall als Wehranlage, der sich am Ostufer des kleinen Klietzer Sees befindet.
1144Erste urkundliche Erwähnung von Klietz als Burgwart
1134Albrecht der Bär wird mit der Nordmark (heute Altmark) belehnt. Dazu gehörte auch der Gau Liezizi rechts der Elbe.
983Großer Slawenaufstand
946Kaiser Otto I. gründet das Bistum Havelberg und 946 das Bistum Brandenburg. Es erfolgte die erste Christianisierung des Wendenlandes, und der Gau Liezizi wurde zinsbar. 
Zwischen 200 und 250 u.Z.Der mächtigste Stamm der Sueben, die Semnonen, verlassen ihr Siedlungsgebiet, unsere Heimatlandschaft, in südwestliche Richtung. Es folgten die Wenden – ein slawischer Volksstamm. Das waren die Elbslawen oder Polaben (po = an; labe = Elbe). In unserer Gegend war das der Stammesverband der Wilzen oder Lutizen, insbesondere aber der Redarier, die um 900 zwischen Havelberg und Jerichow siedelten. Die Wenden hatten ihr Gebiet in Gaue eingeteilt. Das Klietzer Land gehörte zum Gau Liezizi, der das Gebiet zwischen Elbe, Havel und Stremme umfasste. Karl der Große bemühte sich, diesseits der Elbe das Land zu unterwerfen und das Christentum hier einzuführen. Aber die Slawen leisteten Widerstand und befreiten sich wieder.